Forentreffen 2009

Das zweite Forentreffen von

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Wie manche vielleicht wissen hatten wir vom 09.04.2009 bis zum 14.04.2009 ein Forentreffen. Wir befanden uns im Bereich Kehl – Rastatt und grenzübergreifend bis Mutzig.

In diesem Bericht will ich noch einmal die Ereignisse der letzen Tage zusammenfassen.

Am ersten Tag trudelten alle so gegen 14 Uhr zusammen. Dabei hatten wir das Vergnügen, uns mal persöhnlich zu sehen. Danach einige Worte über die nächsten Tage, wo wir hingehn und was wir sehen werden.

Anschließend ging es auch schon los. Wir fuhren zu einer schweren Luftabwehrstellung auf der Hornisgrinde oberhalb des bekannten Mummelsees an der Schwarzwaldhochstraße. Leider mußten wir schnell feststellen, daß dort oben noch ganz schön Schnee lag weshalb wir die Suche nach einigen Stunden abbrechen mußten.

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Bild des Ausichtsturms auf der Hornisgrinde

Als wir auf dem Rückweg von der Stellung waren viel mir ein, daß wir an Ottenhöfen vorbei fahren. Dort oben war ja 1940 eines der schwersten Geschütze, die am Westwall eingebaut wurden, 2 30,5 cm Sk/l Kanonen in offener Bettung. Im Buch von Friedrich Wein “Sperrstellen im Schwarzwald” konnten wir den umgefähren Standpunkt der Batterie ermitteln; promt fanden wir 2 Bunkeranlagen die aber leider auch gesprengt waren allerdings von der Substanz her noch zusammen waren. Der eine Bunker war leider fast unter Erde und wir konnten nur den sogenanten Kampfraum einsehen, der andere Bunker war wohl als Munitionsbunker gedacht da er ziemlich klein war und nur aus einem Raum bestand. Was hier noch Seltenes zu sehen war ist, daß über diesem Bauwerk noch die Originalen Infantriespieße waren, die normalerweise schnell weg sind.

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Bildeines Regelbau 11 bei Ottenhöfen

Nach diesem anstrengenden Tag sind alle in ihre Unterkünfte in Schutterzell und Ichenheim zurück gefahren.

Am zweiten Tag trafen wir uns wieder um 9.00 Uhr morgens an dem Kreisverkehr zwischen Offenburg und Kehl, an dem wir uns jeden Tag trafen. Von dort aus ging es los an die Rheinuferkasematten bei Straßburg, die Kasematten “Sporeninsel” und “Bassin de Industrie”. Diese Kasematten sind als C.O.R.F. Kasematten bekannt, der Begriff heißt das diese Kasematten mit Maschienengewehr und einem Panzerabwehrgeschütz bestückt werden konnten. Diese Kasematten waren reine Flankierungsbunker welche sich dann gegenseitig deckten. An der Kasematte “Basin de Industrie” sieht man heute noch die Beschußspuren der 8,8 cm Kanone, welche vom deutschen Rheinufer 1944 diese unter Beschuß nahm. Die Beschußspuren sind heute noch gut zu erkennen.

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Bildder Kassematte .

Die andere Uferkasematte “Sporeninsel” ist noch komplett begehbar. Dort drin sind noch sehr viele Sachen zu sehn wie z.Bsp. Wassertanks, die Latrine, die Kampfräume uvm .

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Bild der Kassematte .

Nach diesen Zielen fuhren wir noch kurz an einem Blockhaus vorbei, welches die Straße an der Brücke deckte. Es ist heute leider komplett zugewuchert und deshalb sieht man von diesem auch nicht mehr viel.

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Altes Foto von einem Forenmitglied!

Nach dieser Begehung zogen wir weiter Richtung eines Forts, das sogenante Zwischenwerk “Sachen Tann”, welches hergerichtet wurde und heute frei begehbar ist. Das Fort war früher auch innen begehbar, aber leider passierte dort ein tragischer Unfall als ein 16 Jähriger Junge in den 5 Meter tiefen Brunnenschacht flog. Seit dem ist es nicht mehr von innen begehbar, aber der Außenbereich kann sich auch sehn lassen. Man sieht heute noch wo die Geschütze standen, einen Beobachtungsstand, eine Beobachtungsschnecke, den Wehrgraben uvm. Also wirklich sehr lohnenswert ein Besuch dort.

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Bunkerwolf beim erklären des Zwischenwerks

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das Zwischenwerk Sachsen Tan

Nach diesem imposanten Fort machten wir uns wieder auf den Weg zu kleineren Unterständen, sogenannten I-Räumen. Diese waren kleine unterirdische Kleinstkasernen in denen die Soldaten Unterschlupf fanden.

Hier mal als Bsp. Ein Bild von so einem I-Raum

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Bild des I-Raums

Nach diesen Anlagen sind wir zu einem größeren Fort gefahren, welches als Museum ausgebaut wird, das sogenante Fort “Großherzog von Baden”. Der Eintritt kostete 3,50 Euro wobei das Preis – Leistungsverhältniss sich wirklich sehn lassen kann. Die Führung ging fast 3 ,5 Stunden und war echt lohnenswert. Man erfuhr viel über die Geschichte bis hin zu den technischen Details. Wir hatten auch die Möglichkeit in Bereiche zu kommen, welche für normale Besucher nicht zugänglich sind,wie die Minengänge, ettliche Tunnelsysteme uvm.

Kurz zu den technischen Details: das Fort wurde 1872 – 1875 erbaut und war für 900 Mann ausgelegt. Es waren insgesamt 11 Waschbecken vorhanden, was sehr wenig darstellt, aber Wasser war damals sehr kostbar, deshalb die niedrige Zahl an Waschbecken. Die Bewaffnung des Forts bestand aus 9 cm Kanonen und 15 cm Marinegeschütze die von Schiffen ausgebaut wurden und in das Fort gebracht worden. Dazu kahmen noch Revolverkanonen in den Grabenstreichen zur Selbstverteidigung.

Alles in Allem ein sehr intresanntes Bauwerk, was sich auf jeden Fall lohnt anzuschauen.

Kontaktdaten zum Fort findet ihr im Forum .

 

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Bild des Forts Fere

Danach gingen wir noch zu einer Kasematte namens “Stall”, die in 2 ter Linie zum Rhein stand; ein sehr intresanntes Bauwerk.

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Bilder der Kasematte

Video der Kasematte

So ging dann auch dieser Tag zu Ende.

Am dritten Tag machten wir uns auf und besichtigten verschiedene Anlagen des Westwalls darunter welche der Korker Waldstellung aber auch Bunker des Limesbauprogramms sowie Sonderbauwerke. Leider wurden alle gesprengt, so daß man etwas Phantasie einbringen mußte um zu sehen, wie diese Bauwerke einst ausgesehn haben könnten. Ich erklärte dann einige Worte zu den Anlagen, wie Funktion, welcher Regelbautyp das einst war, aber auch kleine Geschichten wie die Soldaten das hier so erlebt hatten. Diese Geschichten habe ich aus der Nachbarschaft mal gehört, natürlich weiß man nie ob die genau so stimmen wie sie erzählt werden, aber man sollte auch dieses Kapitel einmal gehört haben.

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Bild eines besuchten Bunkers

Dann ging es weiter an 2 sehr seltene Bauwerke der Lvz (Luftverteidigunszone West) die noch in einem relativ guten Zustand sind. Auf diesen Bunkern waren früher 2 cm Flakgeschütze, die die einfallenden Bomber beschießen konnten. Diese Bauwerke selbst sind wenige Zeugnisse dieser Lvz Stellung daher sehr schön anzusehn.

 

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Bild des Bunkes

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Bild einer 2 cm Flak


Nach diesen Bauwerken ging es an eine Artilleriestellung im Vollausbau welche aus 4 Bunkern, Regelbau 10 und 11 (siehe Skizze), und etlichen Bettungen für Feldgeschütze aber auch 2 Ringbettungen für 15 -17 cm Geschützen bestand. Letztere sind aber nicht offiziell bestätigt. Diese Stellung ist eine der interesantesten Artileriestellungen im Bereich Kehl.

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Regelbau 10 A

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Regelbau 11

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Und Bild Stellung.

Und wieder war ein Tag des Forentreffens 2009 zu Ende.

Am vierten Tag trafen wir uns wieder um 9.00 Uhr und fuhren von dort aus an eine Schirmlafettenbatterie kurz Sml genannt, welche noch sehr schön erhalten ist. Sie befindet sich in einem Naturschutzgebiet weit ab von Straßen und Wegen, so daß sie noch nicht beschädigt wurde oder des gleichen. Man erkennt heute noch Inschriften die schon über 100 Jahre alt sind, das muß man sich mal vorstellen! Die Stellung bestand aus 4 Sml 10 cm Geschützen, einem Mannschaftsbunker und einem Toiletten / Waschbunker sowie einem Nassen Graben welcher die ganze Stellung umgibt.

Kurz zu den technischen Details hierzu: die Stellung wurde von den Deutschen 1897-1898 erbaut und ist fast baugleich wie die Sml in der Feste Kaiser Wilhelm 2., kurz Fkw 2, den Standort werde ich hier nicht veröffentlichen da sie sonst bald nicht mehr so schön anzusehn ist. Weitere Infos und Bilder gibt es allerdings bei uns im Forum.

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Bild der Stellung Payans!

Nach diesem schönen Anblick ging es weiter zur Feste Kaiser Wilhelm 2., die das größte Fort ist das jemals in Europa gebaut worden ist. 1914 war die Feste 254 ha groß, bestand aus ca. 50 Bauwerken, die unterirdische Fläche betrug ca. 40.000 m² (Quelle: Wikipedia.de). Also wirklich gewaltig !

Der Eintritt kostet 7 Euro aber man bekommt für das Geld mächtig viel geboten. Man läuft durch unterirdische Gänge, sieht Mannschaftsräume, Küchen, eine Schirmlaffetenbatterie mit 4 Kanonen von denen sogar eine noch schießen kann (immer bei Sesoneröffnung) uvm.

Alles in Allem ein sehr schönes Museum; man sollte aber nicht ohne Führung auf dem Gelände unterwegs sein den es ist bis heute noch Militärisches Gelände und wenn man dort erwischt wird kann es sehr unangenehm werden! Mman kann leider auch nur 10 % der Feste besichtigen aber das reicht schon, die Führung durch diesen Bereich geht alleine schon 2,5 Stunden.

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Bild der Feste!

und hier noch ein Video zur Feste :


 


Weitere Bilder findet ihr in der öffentlichen Bildergallerie und weitere Infos im Forum.

Nach diesen schönen Eindrücken der Feste ging es weiter auf einen anderen Berg, der ca. 10 km Luftlinie von Mutzig weg liegt, der sogenannte Scharachberg. Dieser Berg war der am meisten befestigste Berg im Elsaß. Er hatte Mannschaftsräume, Kampfbunker, Laufgräben, einen Kommandostand uvm.

Wir besuchten die am besten erhaltensten Reste der Stellung. Heute sind leider nur noch ca. 20 % davon sicht- bzw. begehbar.

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Bild eines I-Raums

 

Somit ging auch der anstrengende Tag zu Ende.

Am fünften und zugleich letzen Tag verschlug es uns in die Gegend um Rastatt bis Hatten.

Wir fuhren bis an den Ortsrand von Rastatt an dem sich noch 2 intakte Bunker befinden, leider heute verfüllt. Danach ging es weiter zum Schießstand, der sich unmittelbar hinter den Bunkern befand.

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Bilder der Bunker

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Bild des Schießstandes



Dann ging es weiter zu der Wintersdorfer Brücke, wo der Vater eines Forumsmitgliedes in einem der 6 Schartentürme eingesetzt war. Leider ist da heute nichts mehr zu sehen, durch die Rheinverbreiterung ist der Bunker beseitigt worden. Die Brücke selbst ist aber noch da, deshalb auch ein Bild der Brücke.

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Bild der Wintersdorfer Brücke


Anschließend besuchten wir dort eine Kasematte, die sogenante Kasematte de Esch. Diese wurde sehr stark während der Opperation Nordwind beschädigt, als sich Deutsche Truppen darin noch einge Tage verschanzt hatten. Man kann heute noch die Kampfspuren an der Fassade der Kasematte erkennen. Leider war das eigendliche Museum nicht geöffnet aber im Außenbereich sind auch noch einige intresannte Sachen zu sehen, wie ein Sherman Panzer der sich auf der Decke der Kasematte befindet.

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Bild von der Kasematte de Esch

Weitere Bilder finden sie auch in der öffentlichen Bildergallerie und weitere Infos wie schon gesagt im Forum.

Nach dieser Kasematte ging es weiter zum Abrie de Hatten, einem Großunterstand der Maginot Linie. Um diesen Abrie (Unterstand) stehen noch einge Panzer, Flugzeuge,  Hubschrauber  und anderes Gerät sowie Fahrzeuge aus verschiedenen Epochen, welche man auch noch besichtigen kann; ein sehr intersanntes Freilichtmuseum. Im Innenbereich des Abries sind Räume detailgetreu nachgebaut worden, die das Leben der Soldaten auf engsten Raum zeigen.

Der Eintritt hier beläuft sich auf 5 Euro, was angesichts des Gebotenen als angemenssen bezeichnet werden kann. Auf jeden Fall sollte man das Museum gesehen haben, wenn man sich für sowas interessiert.

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Bild von Hatten!

als abschluß ging es noch nach Kehl zur Villa Schmidt die noch auf den letzen Teilen der Kehler Festung steht der Rest wurde cleider komlett geschliffen .

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Bild der ehmaligen Südbatterie

 

Danach lud ich noch alle zum Grillen zu mir nach Hause ein wo wir das ganze treffen nochmal besprachen bei einem Bier hier nochmal danke an die Familie Anselm / Truttenbach für die Gastfreundschaft .

So und damit war unser Forentreffen beendet es waren sehr schöne Tage und wie haben viel geshen und dazu gelernt ich danke hier nochmal allen die bei der Ornaginsation des Treffens mitwierkten danke an die User Yankee , Bunkerwolf , Ryan

Hoffe wir sehn uns beim nächsten Treffen 2010 wieder da werden wir wahrscheinlich einen anderen Bereich anschauen .

Fals wir nun ihr Intresse geweckt haben melden sie sich doch bei uns im Forum an .

Mfg die Administration von

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hier noch einge Impresionen des gemeinsahmen zusammensitzen nach dem Treffen :

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