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BeitragVerfasst: 03.2009.04 , 23:31 
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Wohnort: nähe Offenburg am Westwall
Willi Buß, geboren am 5.9.1935, damals also zehn Jahre alt, schildert die Ereignisse im März/April 1945 in Ohlsbach bei Offenburg. Im März wird der Bahnhof von Ohlsbach bombardiert, ein Munitionszug brennt danach tagelang. Russische Zwangsarbeiter flüchten in die Häuser und Ställe, solange die Jagdbomber angreifen. Dann kehren sie wieder zurück an ihre Arbeitsplätze. Überall am Eingang des breiten Kinzigtals waren Soldaten und militärisches Gerät. Der Vater war mit einem Karabiner und 6 Schuss Munition zum Volkssturm eingezogen worden. Im Steinbruch stand eine deutsche 8,8-Zentimeter-Kanone. Der Onkel stiftet den Soldaten Wein und bedroht sie, mit der Kanone nicht zu schießen, was auch unterbleibt. Der Kirchturm wird von der Flak beschossen. Die Erstkommunionsfeier findet morgens um 7.30 Uhr statt, Glocken dürfen nicht läuten. Am 17. April bringt die Mutter die jüngeren Geschwister nach Reichenbach in Sicherheit. Die Front rückt immer näher. Volkssturmmänner werden an Handgranaten und Panzerfäusten ausgebildet. Ein Granatwerfer explodiert und tötet zwei Soldaten. Angehörige einer deutschen Strafkompanie werden in Lumpen und ohne Schuhe an die Front getrieben. Einer schenkt dem Jungen ein Fernglas, das er nicht mehr brauche. Er wird vor Ortenberg erschossen und notdürftig verscharrt. „Die Schuhe schauten noch raus.“ Am 15. April dringen die Franzosen bis nach Ortenberg vor. Zwei Tage wird zwischen Ortenberg und Ohlsbach „mit aller Härte gekämpft“. Am Dienstag, 17. April stehen noch vier deutsche Granatwerfer. Der Kommandeur gibt das Kommando: „Wir kämpfen bis zum letzten Schuss.“ Sie fliehen aber dann doch Richtung Wolfshag/Reichenbach. Im letzten Moment wird die Scheune leer geräumt, die den deutschen Truppen als Waffen- und Munitionslager gedient hatte. Dann kamen die Franzosen. Der Vater begrüßte sie mit einer weißen Fahne. Die Tochter wird sexuell belästigt. Auf dem Küchentisch wird ein Maschinengewehr Richtung Gengenbach in Stellung gebracht. Damit wird auch geschossen. Später wird es abgebaut. „Am 18. April war für uns der Krieg zu Ende.“ Die toten Soldaten werden in einem Massengrab auf dem Friedhof von Ohlsbach bestattet. Der Junge sieht die zerfetzten Toten: „Dies war für mich das schrecklichste Erlebnis meiner Kindheit.“


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